FACHBEITRÄGE - hier finden Sie professionelle Grundsatzbeiträge zur (Fach-)Medienbranche
Von der Information zur Applikation
Über das missachtete Kundenlösungs-Gebot und die überfällige Softwareservice-Revolution
Seit ein paar Jahren ist es in aller Munde, das Kürzel 1:1. Es thematisiert genau das, was Verleger nie wollten: Individualisierung. Denn die Medienbranche lebte jahrzehntelang von der Uniformierung, d.h. möglichst viele Zielgruppen – im Idealfall alle – zusammenzusammeln und dieser heterogenen Masse ein homogenes Angebot zu bieten. Lesen Sie, warum für diese Verleger webbasierte Kundenlösungen die reinste Revolution sind.
Lesen Sie mehr ... 09/2010
Neues, Nähe, Nutzen 3N
Das crossmediale Knowhow der journalistischen Grundgattungen
Der klassische Journalismus lebt vor allem von Meldung und Meinung. Das kommt von der Tageszeitung, also von Publikumsmedien, die vor allem aktuellen Nachrichten verpflichtet sind. Doch das ist nur ein Teil vom Ganzen. Ein leistungsfähiges Modell für modernen Journalismus muss jedoch ganz anders ansetzen, nämlich bei den 3N wie Neues, Nähe, Nutzen. Es steht für den Informations-, den Animations- und den Applikationswert im Journalismus. Bei Fachmedien - und nicht nur dort - ist das Nutzen-N vielleicht sogar das Wichtigste, weil es um den (aktuell inszenierten) Handlungsnutzwert geht !
Lesen Sie mehr ... 09/2010
Die Zukunft der (Fach)Medien
Oder: Die (Des ?)Orientierung der Verlage und die (Dis)Kontinuität der Medien
Von Winston Churchill ist der Satz überliefert: It’s hard to predict, especially the future. Wer kennt schon die Zukunft ? Vor allem, wenn einem alles als „Diskontinuität“ entgegen tritt ? Da kann man schon den Kopf verlieren. Doch die Nervosität der Branche hat einen Grund: Jahrzehntelang wurden die notwendigen Veränderungen negiert und bekämpft, statt erkannt und gestaltet. Jetzt rächt sich die Lernverweigerung, und die Zukunft scheint mit explosionsartiger Wucht zuzuschlagen. Doch wer die großen Entwicklungslinien kennt, für den gibt es auch in turbulenten Zeiten noch Kontinuität, Berechenbarkeit und Gelassenheit !
Lesen Sie mehr ... 09/2010
Willkommen im Zielgruppen-Club
Warum allmählich auch Häuser wie Hanser und Haufe umstrukturieren
Es vergeht fast kein Monat ohne die Meldung, dass in irgendeinem Verlag die Grundstruktur geändert wird, und zwar von einer Produktorganisation (1 = Buchverlag, 2 = Zeitschriftenverlag, etc.) zu einer Marktorganisation (Zielguppe 1,2,3). Jüngste Beispiele sind Hanser und Haufe, beides Häuser, die traditionell immer nach Produktarten aufgestellt waren wie fast alle Verlage. Was zwingt die Führung, "plötzlich" eine jahrzehnte alte Organisationsform aufzugeben und sich unter großen personellen Verwerfungen eine neue zuzulegen ?
Lesen Sie mehr ... 12/2009
Loseblattwerke
10 Thesen zur Herkunft und Zukunft der genialsten Produktidee im Fachmedienmarkt des 20 Jahrhunderts
Die Branche scheint sich einig: Das LBW ist tot. Doch in Wahrheit finanziert es als Cash Cow die Onlineaktivitäten der Fachverlage. "Tot" sieht anders aus. Auch Zeitungen oder Zeitschriften sind ja nicht "tot", nur weil sie in ihrer monomedialen Printform überholt sind. Fachmedien werden Medienmarken, Loseblätter werden Fachportale. Die Grundidee des LBW: sie lebt fort, in einer crossmedialen Markenfamilie, die sogar einen Printordner umfassen kann. Lesen Sie die 10 Thesen zur Herkunft und Zukunft des LBW, geschrieben vom Entwickler des (WEKA)-Business-Loseblattwerks !
Lesen Sie mehr ... 11/2009
To pay or not to pay ?
Was bedeutet die neue Gratisideologie für Fach- und Nischenmärkte ?
Das Kunstwort freemium kommt aus den USA und wurde durch den Medien-Tycon Murdoch (z.B. Wallstreet Journal) bekannt. Es wurde - wie auch "Long Tail" von Chris Anderson geprägt, dem CR von "Wired". Die sprachliche Mischung von free und premium soll den Mittelweg zwischen kostenlosem und kostenpflichtigem Inhalt im Netz bezeichnen. Longtail soll die Attraktivität von (kostenpflichtigen) Nischenprodukten im Netz bedeuten. Drei Fragen drängen sich zum Thema "free or pay content" auf: 1) Ist das was Neues ? 2) Wie sieht das aus ? 3) Was macht Sinn ?
Lesen Sie mehr ... 09/2009
Mehrmedialität
Crossmediale Grundlagen für die Arbeit mit den Mediengattungen
Lange glaubte man, die große Herausforderung der letzten zehn Jahre sei Online. Das war ein weitverbreiteter Irrtum. Nicht Online, die Mehrmedialität ist es. Online lässt sich, wie jedes Monomedium, relativ einfach und schnell lernen. Doch quer durch die Medien zu denken, das ist für die meisten etwas Ungewohntes. Zu Unrecht.
Lesen Sie warum ... 05/2009
Alles Modelle - oder was ?
Die Inflation der Geschäftsmodelle und die Defizite der Onlineberater
Alljährlich (oder ist es wöchentlich ?) gibt es ein neues Schlagwort, das wie die sprichwörtliche Sau durch's mediale Branchendorf getrieben wird. Positionierung, Aufstellung, Wertschöpfung, Prozesse, Strukturen - das hatten wir alles in den letzten Jahren. Nun beglückt uns ein neuer Begriff, der urplötzlich in aller Munde ist und sich in seiner Unbestimmtheit nahtlos in die Kette der Modewörter einfügt: Geschäftsmodelle ! "The definition of a business model is murky at best", bestenfalls trübe, meint z.B. kein geringerer als Michael E. Porter. Obwohl es also einfacher ist, einen Pudding an die Wand zu nageln, als dieses Begriffs habhaft zu werden (oder vielleicht gerade deswegen ?), bemächtigen sich seiner seit gut einem Jahr ganze Scharen von Beratern, Strategen und Philosphen, die noch nicht einmal eine Würstchenbude geführt haben, geschweige denn jemals ein Medienunternehmen. Die meisten davon verkaufen sich als Onlineberater, denn da redet es sich am leichtesten und beweist es sich (noch) am seltensten. Lesen Sie hier im Fachbeitrag die drei Kardinalfehler im Gebrauch des Geschäftsmodellbegriffs: der inflationäre, der unstrategische und der onlineverkürzte Gebrauch.
Lesen Sie mehr ... 07/2009
Klartext, Beispiel und Ratschlag
In "10 Geboten" hält Berater W. Ruf der Branche den Spiegel vor
Seit 30 Jahren arbeitet er in der Medienbranche. Die eine Hälfte davon als Verlagsleiter und Geschäftsführer der WEKA-Gruppe, die andere als Fachmedienberater. Als Mr. Concept ist er fast in allen Fachverlagen bekannt. Sein 3x3 Verfahren wird bei der Produkt- und Marktentwicklung vielfach eingesetzt: Winfried Ruf, vom Fachmedien Institut in Mering. Im Oktober 2007 wurde er sechzig. In etlichen Punkten ist Ruf seit langem anderer Ansicht als die Branchenmehrheit, die seiner Meinung nach erst jetzt allmählich in einem schmerzhaften Prozess zu zeitgemäßen Einschätzungen findet. Für unsere Nutzer fasst er seine Branchenerfahrung in „10 Geboten“ zusammen und bringt dabei aufregende Positiv- und Negativbeispiele aus der Branche.
Lesen Sie mehr ... 10/2007
Der gelungene Relaunch
Eine konzeptionelle Anleitung aus Medium Magazin 4/99
Viele stürzen sich als erstes auf die Optik und wollen ein Redesign. Also Auftrag an Grafiker mit dem Inhalt: "Das gefällt uns nicht mehr. Anders soll es werden. Er soll mal Entwürfe machen." Eine Katastrophe, diese Vorgehensweise. Form follows function, follows fellows. Will sagen: Die Form ist so ziemlich der letzte Schritt, am Anfang steht der Bedarf der Kunden. Beim Relaunch gilt ganz besonders der Satz "Es liegt am Konzept" !
Lesen Sie mehr ... 11/2007
Was ist eigentlich ein Newsletter ?
Bei Infodiensten aller Art kommt es erst mal auf die Ziele an
Gibt's bei uns schon einen Newsletter im Angebot, fragt der Marketingleiter den Redaktionsleiter (oder umgekehrt). Was meint der jetzt eigentlich ? Schauen wir doch mal nach den USA, das klassische Land der Newsletter. Denn da gibts schon seit Jahrzehnten die NEPA (jetzt SIPA), also die Vereinigung der Newsletter-Verleger. Bezahlprodukt oder Onlinewerbung ? Was denken Sie, über was die wohl sprechen ? Wahrscheinlich über elektronische Gratis-Newsletter, werden Sie sagen. Denn so interpretieren Sie den Begriff vermutlich. Und so würde auch jeder Mensch auf der Straße ihn verstehen, wenn man ihn fragen würde, ob er einen "Newsletter" kenne. Ja klar, würde er sagen, das sind doch die kostenlosen Onlinebriefe, die es auf jeder Website gibt, und die man sich mehr oder weniger regelmäßig in den elektronischen Postkasten legen lassen kann. So nämlich ist heute der Begriff Newsletter belegt. Aber die amerikanischen Newsletter-Verleger haben bis heute darunter immer etwas ganz anderes verstanden: Ein Bezahl-Produkt nämlich, und ganz und gar keinen Gratis-Werbebrief.
Lesen Sie mehr ... 09/2007
Marketing für Fachredakteure
Praxisinstrumente für Ihr Medien-, Hefte- und Beitragsmarketing
erschienen im Jahrbuch 1998 der Deutschen Fachpresse
Kaum zehn Jahre ist es her, da galten die Begriffe Marketing und Redaktion als unvereinbar. Inzwischen hat sich viel verändert. Schlimmstenfalls läßt sich der Fachredakteur zum Befehlsempfänger des "Marketing" degradieren, bestenfalls gestaltet er sein "Marketing" aktiv selbst. Denn wie das Anzeigen- und Vertriebsmanagement steht auch der Redakteur täglich an der Verkaufsfront: der gute Beitrag will gut ausgewählt, gut aufbereitet und gut verkauft sein. Lesen Sie den Beitrag von W. Ruf aus dem Jahrbuch der Deutschen Fachpresse 1998, der nützliche Tools bringt und von seiner Aktualität bis heute kaum etwas eingebüßt hat.
Lesen Sie mehr ... 10/2007
Fachtitel sind anders
Drei provokative Thesen von Winfried Ruf zum praktischen Unterschied zwischen Fach- und Publikumspresse, erschienen im Jahrbuch 1996 der Dt. Fachpresse
Verleger lieben Hochauflagen. Verständlich. Aber Hochauflagen passen zum Massenmarketing, Fachtitel dagegen sollten Klasse statt Masse bieten. Die Vorbilder und Visionen in den Fachredaktionen sind noch stark vom Publikumsjournalsimus geprägt. Aber "das Publikum" gibt es gar nicht mehr, und für Fachtitel gab es schon immer nur die jeweiligen Fachpublika. Trotzdem schauen wir immer noch auf die Massenmedien wie das Kaninchen auf die Schlange, statt unsere Stärken zu realisieren und zu kommunizieren. Denn Fachtitel sind anders (These 1), für Fachtitel sind die journalistischen Textsorten ungenügend (These 2) und Fachtitel brauchen Nutzensorten (These 3).
Lesen Sie mehr ... 10/2007
Klarsehen aus Kundensicht
Wie die Forderung "Kundenblick statt Nabelschau" im Jahre 1994 einen
Verband empörte, der lieber Stromlinienförmiges erwartet hätte
Seit rund 30 Jahren kämpft W. Ruf in der Verlagsbranche für Kundensicht statt Nabelschau, ca. die Hälfte davon in der WEKA-Führungsverantwortung und die andere Hälfte als Verlagsberater. Der nachfolgende Beitrag ist die schriftliche Fassung eines Vortrags vor dem Verband der Bayerischen Verlage und Buchhandlungen, wo Ruf's Kritik an der Innensicht der Branche verhement zurückgewiesen wurde. Hier ein Beitrag, der kurz danach im September 1994 im Buchmarkt erschien und in vielem heute so aktuell wie damals ist.
Lesen Sie mehr ... 09/2007
