REDAKTION - zur kreativen Gestaltung von Produktinhalten quer durch Ihre Trägermedien
Die Redaktion von Fach-, Bildungs- und Spezialmedien - insb. von Fachzeitschriften - unterliegt besonderen Gesetzen. Es genügt durchaus nicht, sich auf den alten Textsortenkanon des Publikumsjournalismus zu beschränken. Die meisten Bücher und Seminare zum Thema Journalismus und Redaktion sind leider von Tageszeitungsleuten verfasst, die meisten Referenten bei Zeitschriftenseminaren sind Publikumsjournalisten. Fachtitel ticken aber anders.
Der Fachredakteur benötigt ein umfassendes Knowhow, das auf drei Säulen ruht: erstens auf der Markt- und Kundenkenntnis, zweitens auf der Fach- und Inhaltskompetenz, drittens auf dem Kommunikations- und Journalismus-Knowhow verbunden mit Medien- und Wirtschaftskompetenz. Das sind die drei Säulen des 3x3. Die erste Säule wird dabei in zahlreichen Veröffentlichungen über Journalismus elegant übergangen. Als ob es eine "objektiv richtige" Darstellungsweise gäbe, unberührt von den Bedürfnissen spezifischer Lesergruppen. Im Fach- und Spezialmarkt sind die persönlichen und beruflichen Bedingungen, Präferenzen und Interessen völlig anders als im privaten Consumermarkt.
Was lernt der junge Journalist ?
Das Buch "Einführung in den praktischen Journalismus"
verzichtet konsequent auf das Wesentliche
Falsch ausgebildete Redakteure?
Warum die klassische Journalistenausbildung für
marktorientierte Fachredakteure nicht ausreicht
Der Fachredakteur - vom Chefredakteur bis zum Volontär - braucht ein geeignetes Instrumentarium, um sein Blatt zu machen. Egal ob in Print oder Online. Er braucht eine ebenso solide wie moderne Basis, um die hochkomplexen Vorgänge im heutigen periodischen mehrmedialen Publizieren zu durchschauen und zu gestalten. Da genügt bei weitem nicht die berühmte "Edelfeder" und der überkommene Sortenkanon, wie uns die journalistischen Buchklassiker weismachen möchten. Ein umfangreiches Marketing-Knowhow ist ebenso nötig. Vor allem jedoch ist es die Kundensicht, die endlich Eingang in den oft noch introvertierten Journalismus finden muss. Das bedeutet zugleich ein souveräner Umgang mit unterschiedlichen Trägermedien wie Print und Online. Die jahrelange Übung, Medien untereinander undurchlässig zu halten, war immer schon der Kardinalfehler der Branche. Falsche Strukturen führen zu falschen Verhaltensweisen, daran ändern gute Ratschläge und allseitige Gutwilligkeit überhaupt nichts. Das nachfolgende Handwerkszeug in dieser Rubrik ist durchgehend 3x3 basiert und für alle Trägermedien geeignet.
Das Gesamtgebiet des redaktionellen und praktischen Könnens ist ein "weites Feld". Da braucht es einen roten Faden, um noch durchzublicken. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Konzeptions-Knowhow zu. Zu Unrecht wird diese Basis des gesamten Handelns in den Journalistenschulen vernachlässigt. Ohne geht nicht. Wer nicht weiß, für wen und wozu er schreibt, braucht erst gar nicht anzufangen. Deshalb steht das (3x3-)Konzept immer an der ersten Stelle der praktischen Tätigkeit. Aber nicht im Sinn der "fünf journalistischen Beitrags-W" (Wer hat Was Wann Wo Wie gesagt/getan). Denn die bilden lediglich den Beitragsinhalt ab, also gerade mal ein einziges 3x3 Feld. Das ist das Gegenteil eines Beitragskonzeptes. Hier muss sich unsere Journalistenausbildung um 180 Grad ändern. Sehen Sie sich dazu das ganzheitliche 3x3 Konzeptbild mit dem Torso der "5W" einmal an.
Dazu kommen Marktforschungs-, Markenführungs-, Redaktionsmarketing- und Crossmedia-Fragen, alles Themen, die von unseren Journalismuslehrern negiert oder unterschätzt werden. Sehen Sie sich eine Checklist eines 3x3 basierten Redaktionskurses an - und Sie werden den himmelweiten Unterschied zur klassischen Lehre mit einem Blick erkennen. Gleichzeitig haben Sie in der Checklist eine gute Übersicht zum Gesamtangebot des Fachmedien Instituts Winfried Ruf. Die Checklist enthält die wichtigsten Redaktionsbereiche. Sie eignet sich gut zur Selbsteinschätzung: Wo haben wir am ehesten Knowhow-Defizite, wo sind wir schon sehr professionell, wo müssen wir ständig dran arbeiten. Sie können die ausgefüllte Checklist auch als Briefing für eine Redaktionsveranstaltung verwenden, die entsprechenden Bereiche werden dann schwerpunktmäßig behandelt.
Die 18 Tools für Redakteure
Wahrscheinlich kennen Sie das 3x3 als Konzeptionswerkzeug für Neuprodukte. In diesem Kontext sind Ihnen dann auch einige 3x3 Tools zur Konzeption der Redaktionsleistung bekannt. Was Sie aber vermutlich noch nicht wissen: Die gesamte redaktionelle Arbeit lässt sich - wenn Sie wollen - 3x3 basiert optimieren. Denn das Basisinstrument 3x3 stellt eine Vielzahl einzelner Tools für die Redaktion zur Verfügung. Heftdramaturgien gestalten, Websites bauen, Leser befragen, Blattcharakter entwerfen, Textsorten beherrschen, Autoren briefen, Überschriften machen, Teaser texten, Leser binden - für all diese Tätigkeiten und vieles mehr unterstützen Sie die 3x3 Tools. Und was das Beste ist: Sie basieren allesamt auf der Grundstatik des 3x3, also die 3 Säulen oder die 3 Levels. Deshalb sind sie so eingängig und merkfähig. Natürlich sind die bloßen Bezeichnungen der Tools mit ihren Funktionen und Icons z.T. noch erklärungsbedürftig. Aber immerhin haben Sie bereits einen guten Überblick zur Leistungsfähigkeit des 3x3 für Blattmacher, Redakteure und Volontäre.
Die 18 Tools für Redakteure
Das 3x3 basierte Grund-Knowhow in der Blatt-, Heft- und Beitragskonzeption
Wo lernt der Redakteur modernes Grund-Knowhow ?
In jedem Jahr findet mindestens ein Mal der "Kompaktkurs für Fachredakteure" statt. Hier werden die praktischen Tools von Textsorten bis zu Titelformularen gelehrt und eingeübt. Veranstalter ist das Fachmedien Institut in Mering, Referent ist Winfried Ruf.
Neues, Nähe, Nutzen 3N
Das crossmediale Knowhow der journalistischen Grundgattungen
Der klassische Journalismus lebt vor allem von Meldung und Meinung. Das kommt von der Tageszeitung, also von Publikumsmedien, die vor allem aktuellen Nachrichten verpflichtet sind. Ein leistungsfähiges Modell für modernen Journalismus muss jedoch ganz anders ansetzen, nämlich bei den 3N wie Neues, Nähe, Nutzen. Es steht für den Informations, den Animations- und den Applikationswert im Journalismus. Bei Fachmedien - und nicht nur dort - ist das Nutzen-N vielleicht sogar das Wichtigste, weil es um den (aktuell inszenierten) Handlungsnutzwert geht !
Lesen Sie mehr 05/2009
Werkstatt: Der Relaunch
Praktische Hilfen für Ihren Relaunch, basierend auf dem 3x3 Verfahren,
erschienen als Journalistenwerkstatt im MediumMagazin 4/99
Was ist ein Relaunch ? Das gleiche wie ein Redesign oder eine Repositionierung ? Wie lange dauert ein derartiger Prozess ? Wer ist mit beteiligt und welche Meetings sind sinnvoll ? Gibt es bei der Konzepterstellung eine Reihenfolge ? Welche Rolle spielt die Marktforschung ? Diese und viele andere Fragen werden in dem Beitrag von W. Ruf geklärt, der auch im Onlinezeitalter beherzigenswert ist.
Lesen Sie mehr
01/2008
Marketing für Fachredakteure
Praxisinstrumente für Ihr Medien-, Hefte- und Beitragsmarketing
erschienen im Jahrbuch 1998 der Deutschen Fachpresse
Kaum zehn Jahre ist es her, da galten die Begriffe Marketing und Redaktion als unvereinbar. Inzwischen hat sich viel verändert. Schlimmstenfalls läßt sich der Fachredakteur zum Befehlsempfänger des "Marketing" degradieren, bestenfalls gestaltet er sein "Marketing" aktiv selbst. Denn wie das Anzeigen- und Vertriebsmanagement steht auch der Redakteur täglich an der Verkaufsfront: der gute Beitrag will gut ausgewählt, gut aufbereitet und gut verkauft sein. Lesen Sie den Beitrag von W. Ruf aus dem Jahrbuch der Deutschen Fachpresse 1998, der nützliche Tools bringt und von seiner Aktualität bis heute kaum etwas eingebüßt hat.
Lesen Sie mehr ... 10/2007
Fachtitel sind anders
Drei provokative Thesen von Winfried Ruf zum praktischen Unterschied zwischen Fach- und Publikumspresse, erschienen im Jahrbuch 1996 der Dt. Fachpresse
Verleger lieben Hochauflagen. Verständlich. Aber Hochauflagen passen zum Massenmarketing, Fachtitel dagegen sollten Klasse statt Masse bieten. Die Vorbilder und Visionen in den Fachredaktionen sind noch stark vom Publikumsjournalsimus geprägt. Aber "das Publikum" gibt es gar nicht mehr, und für Fachtitel gab es schon immer nur die jeweiligen Fachpublika. Trotzdem schauen wir immer noch auf die Massenmedien wie das Kaninchen auf die Schlange, statt unsere Stärken zu realisieren und zu kommunizieren. Denn Fachtitel sind anders (These 1), für Fachtitel sind die journalistischen Textsorten ungenügend (These 2) und Fachtitel brauchen Nutzensorten (These 3).
Lesen Sie mehr ... 10/2007





